Was ist Kambo?

Kambo – auch Sapo oder Acete genannt – ist eine traditionelle Praxis aus dem Amazonasgebiet. Sie wird seit Generationen von verschiedenen indigenen Gemeinschaften in einem rituellen Kontext angewendet.

Dabei wird das Hautsekret des südamerikanischen Baumbewohners Phyllomedusa bicolor verwendet.

Im westlichen Kontext wird Kambo als intensive körperliche Erfahrung beschrieben. Viele Menschen nutzen diese Praxis im Rahmen persönlicher Entwicklung oder zur bewussten Auseinandersetzung mit eigenen Themen oder eigenen Mustern.

Wichtig:
Die angebotene Begleitung stellt keine medizinische oder therapeutische Behandlung dar. Es werden keine Diagnosen gestellt und keine Heilversprechen abgegeben. Die Teilnahme erfolgt eigenverantwortlich.

Kambo Ritual

WISSENSCHAFTLICHER HINTERGRUND

Im Sekret des Frosches wurden verschiedene bioaktive Peptide identifiziert (Adenoregulin, Bombesin, Bombesin-Nonapeptid, Bradykinin, Caerulein, Deltorphin, Dermaseptin, Neurokinin B, Phyllomedusin, Phyllocaerulein, Phyllokinin, Phyllolitorin, Präprotachykinin B, Ranatachykinin A, Sauvagin, T-Kinin und Urechis-Tachykinin).

Für die rituelle Anwendung von Kambo selbst existieren jedoch keine klinischen Studien im medizinischen Sinne. Aussagen zur Wirkung beruhen auf traditioneller Überlieferung und individuellen Erfahrungsberichten.

Die große Bandbreite der im Phyllomedusa bicolor-Frosch vorkommenden Peptide und ihre vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten stehen im Mittelpunkt der Forschung. Viele Peptide wurden synthetisiert und patentiert, da sie großes Potenzial für die Entwicklung neuer und verbesserter Medikamente bergen.

Kambo Wissenschaft

DER FROSCH

Phyllomedusa bicolor lebt im Amazonasgebiet in den Baumkronen tropischer Wälder. Der Name Phyllomedusa bicolor bezieht sich auf die zwei verschiedenen Farben des Frosches. Er bewegt sich langsam fort, nicht hüpfend, sondern indem er nach allem greift, was vor ihm ist – ähnlich wie ein Affe. Daher auch sein Name „Giant waxy monkey tree frog“ im Deutschen "Riesen-Makifrosch. Seinen Paarungsruf hört man, sobald es dunkel wird. Wenn man ihn imitiert, reagiert er darauf, besonders bei Regen. So lässt er sich leicht finden.

Da die Frösche nicht versuchen zu fliehen, lassen sie sich leicht auf einen dicken Holzstock oder Ast locken, von dem aus man sie dann zum Extraktionsort transportieren kann. In der traditionellen Gewinnung wird das Sekret vorsichtig von der Haut des Frosches entnommen. Anschließend wird das Tier wieder in seine natürliche Umgebung entlassen.

Für mich ist ein respektvoller Umgang mit der Herkunft dieser Tradition selbstverständlich.

Phyllomedusa bicolor